Ausgabe vom 16.02.2026 Seite 4

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Die Zweifel bleiben LeitartikelNach der Münchner Sicherheitskonferenz Wer Tauwetter in den transatlantischen Beziehungen erwartet hatte, der sieht sich nach der Münchner Sicherheitskonferenz enttäuscht. Der befürchtete Eklat ist zwar ausgeblieben, aber die tiefen Gräben zwischen Europa und den USA unter Präsident Donald Trump sind erneut sichtbar geworden. Anders als US-Vizepräsident JD Vance vor einem Jahr hielt der US-Außenminister Marco Rubio keine Krawallrede, sondern umwarb die Europäer während seiner mit Spannung erwarteten Ansprache ein ums andere Mal. Doch die Rede trug ganz klar die Handschrift des Weißen Hauses unter Trump, die Handschrift der MAGA(„Make America Great Again“)-Bewegung . ‌Rubios Auftritt beschwört zunächst die gemeinsamen europäisch-amerikanischen Wurzeln und Werte. Seine Kernbotschaft: Die USA wollen das transatlantische Bündnis trotz zunehmender Streitigkeiten erhalten. Aber er macht auch unmissverständlich klar: Notfalls würden die USA ihren Weg alleine beschreiten. Heißt übersetzt: Wer Trump nicht folgt, bleibt zurück. Denn der US-Außenminister erwähnt auch vieles nicht: Die Rede lässt alle konkreten politischen Themen wie etwa den Angriffskrieg Russlands gegen die ...