Ausgabe vom 12.05.2026 Seite 9
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Wie einst in Gijon Abseits Der 25. Juni 1982 ist ein dunkler Fleck in der Geschichte des deutschen FuÃballs. In der Gruppe 2 trat die DFB-Elf zu ihrem dritten Spiel gegen Ãsterreich an, benötigte einen Sieg zum Weiterkommen â Team Austria dagegen durfte sich eine knappe Niederlage leisten. Und so stellten beide Mannschaften nach der frühen Führung durch Horst Hrubesch (11.) vorzeitig das Kicken ein, einigten sich auf einen Nichtangriffspakt. Gelangweilt und offenbar frei von jeglichen Unrechtsgefühlen schoben sich die Spieler den Ball zu, die Torhüter waren â ausgenommen von einigen Rückpässen â arbeitslos. Leidtragender war Algerien, das durch dieses Ergebnis das Weiterkommen verpasste. Verständlich, dass die Nordafrikaner vor Wut schäumten. Alleine waren sie dabei nicht, ORF-Reporter Robert Seeger etwa forderte die Zuschauer auf, den Fernseher abzuschalten und die als âSchande von Gijonâ in die Geschichte eingehende Partie zu ignorieren. Es war ein nie zuvor aufgeführtes Trauerspiel, das sich in kleinerer, aber nicht minder peinlicher Art am Sonntag in der Regionalliga Nordost wiederholte. Beim Stand von 1:1 stellten der Greifswalder FC und Lok Leipzig ab Minute 82 jegliche Angriffsbemühungen ein. Ungestört ...
