Ausgabe vom 18.05.2026 Seite 12

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Vom Mops, der richtig atmen will Qualzucht: Atemnot durch platt gezüchtete Schnauze Stuttgart. Auf kurzen Beinen versucht der Mops, mit anderen Hunden im Park mitzuhalten. Irgendwann gibt er es auf und kehrt mit rasselndem Atem zu seiner Besitzerin zurück. Dass der Mops wie alle Hunde vom Wolf abstammt, daran erinnert nichts mehr. Damit der Hund besonders süß wirkt, wurde seine Schnauze immer kürzer gezüchtet. „Möpse können durch ihre engen Nasenlöcher sehr schlecht atmen. Deshalb hört man sie oft schnaufen, und besonders im Sommer leiden sie stark“, erklärt die Tierärztin und Tierschutzbeauftragte Julia Stubenbord. Hunde kühlen ihren Körper gewöhnlich durch Hecheln und über die Nase. Ist diese zu kurz, überhitzen sie schnell. Manche Möpse schlafen im Sitzen, weil sie im Liegen Angst haben zu ersticken. Deshalb gilt diese Tierrasse inzwischen als Qualzucht. „Wenn Tiere so gezüchtet werden, dass sie ein bestimmtes Aussehen bekommen, sie aber davon krank werden oder leiden müssen, nennt man das Qualzucht“, erklärt die Tierschützerin. In Deutschland ist dies eigentlich verboten. Um eine Zucht aber zu verbieten, müssen Tierärzte und Tierärztinnen für jedes Tier nachweisen, dass es ...