Ausgabe vom 20.05.2026 Seite 7

Suchbegriffe 20.05.2026    7


Kläger befürchten eine Niederlage Rechtsstreit um Werbung im Streamingdienst Amazon-Prime münchen Eine Sammelklage von bisher 220.000 deutschen Verbrauchern gegen die Werbepraxis beim Streamingdienst Amazon Prime droht in erster Instanz zu scheitern. Das Bayerische Oberste Landesgericht habe bei der mündlichen Verhandlung am Dienstag in München erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit der Klage aufgeworfen, teilte die Verbraucherzentrale Sachsen, die die Sammelklage gebündelt und vor Gericht gebracht hatte, mit. Ein Gerichtssprecher sagte, die Entscheidung, die am 17. Juli verkündet werden soll, sei offen. Es gebe Zweifel, ob Amazon tatsächlich in den Nutzungsbedingungen Werbefreiheit zugesichert habe. Die entsprechenden Klauseln sehe das Gericht nicht so eindeutig wie die Kläger. „Sollte das Gericht die geäußerte Rechtsauffassung auch im Urteil beibehalten, werden wir in jedem Fall den Weg zum Bundesgerichtshof gehen“, kündigte der Vorsitzende der Verbraucherzentrale Sachsen, Andreas Eichhorst, an. „Entscheidend ist, was am Ende herauskommt.“ Im Kern bemängelt die Verbraucherzentrale, dass der Online-Riese seinen zunächst werbefrei angebotenen Streamingdienst mit Werbespots versetzt hat. Kunden wurden vor die ...