Ausgabe vom 10.06.2026 Seite 4
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âDie AfD profitiert von unserem Zankâ Jens Spahn über Fehler in der Union, den Streit in Berlin und die Gefahr von rechts Berlin. Jens Spahn, sieht die Verantwortung für den Erfolg der AfD vor allem bei den etablierten Parteien. Im Interview erklärt der Unionsfraktionschef, warum die Union Vertrauen zurückgewinnen muss, wie er den Streit in Berlin bewertet und weshalb die neue Bundesregierung unter besonderem Erfolgsdruck steht. Herr Spahn, Friedrich Merz ist Kanzler. Trotzdem wird immer wieder über seine Autorität diskutiert. Warum wird die Union diese Debatte nicht los? Spahn: Die Union debattiert darüber nicht, die Medien tun es. Friedrich Merz ist kein Kuschelkanzler. Er packt an, er eckt auch mal an und er hat einen klaren Kompass. Sein Ziel ist es, Deutschland wirtschaftlich wieder starkzumachen und unsere Rolle in Europa zu stärken. Immerhin wurde offen darüber spekuliert, ob andere CDU-Politiker â etwa Hendrik Wüst oder Sie selbst â Alternativen zum Kanzler sein könnten. Spahn: Ich habe diese Spekulationen nie ernst genommen, Hendrik Wüst auch nicht. Wir sind damit beschäftigt, die Probleme in unserem Land zu lösen. Dennoch hat es mehrere Tage gedauert, bis sich Hendrik Wüst und Sie dazu geäuÃert ...
