Ausgabe vom 26.06.2026 Seite 18

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Intimer Blick auf eine Star-Autorin Neu im Kino: Sandra Hüller in „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ -dpa- RHEINE. In einem Dokumentarfilm setzt sich Schauspielerin Sandra Hüller mit Ingeborg Bachmann auseinander – im Bademantel, immer rauchend. Darin sind auch verstörende historische Urteile über die Schriftstellerin zu hören. Vielleicht ist es das größte Unglück mancher Menschen, dass sie zur falschen Zeit geboren werden. Als Ingeborg Bachmann vor 100 Jahren zur Welt kam und auch, als sie später zur berühmten Schriftstellerin wurde, gab es kaum andere Frauen im Literaturbetrieb. Entsprechend musste sich die junge österreichische Star-Autorin von anderen Männern allerhand anhören, was heute undenkbar wäre. Man kann das nachvollziehen im Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“, den Regina Schilling jetzt ins Kino bringt. Bachmann wird darin verkörpert von Sandra Hüller. Die Regisseurin beschreibt das Konzept im Film so: „Wir stellen uns einen Tag in ihrem Leben vor, in ihren letzten Jahren in Rom. Alkohol- und tablettenabhängig. Allein und zurückgezogen.“ Im Vordergrund stehen Bachmanns Gedanken über Geschlechterverhältnisse, Liebe und ...