Ausgabe vom 11.10.2007 Seite 13

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Der gerade gekürte Chemie Nobelpreisträger Gerhard Ertl gestern in Berlin über die Ehrung, die ihn an seinem 71. Geburtstag erreichte Top Kandidat vom Bosporus Als Orhan Pamuk im vergangenen Jahr geehrt wurde, war kaum jemand überrascht. Zum Geburtstag einen Nobelpreis Historiker flicht Geschichten ein Hans Ulrich Treichel, als akademischer Germanist ein kluger Interpret literarischer Werke, hat in den achtziger und neunziger Jahren mehrere Gedichtbände vorgelegt und dann mit Prosabüchern wie Der Verlorene , Der irdische Amor und zuletzt Der Papst, den ich gekannt habe ein großes Leserpublikum erreicht. Der 1952 in Westfalen geborene Autor, der seine Heimat gern mit leicht blasierter Ironie bedenkt, lebt in Berlin und in Leipzig, wo er angehende Schriftsteller im Schreiben unterweist. In seiner Prosa wie in seinen Gedichten hat er immer wieder Teile seiner Lebensgeschichte literarisch verarbeitet. Gut ein Dutzend Jahre ist es her, seit Treichel seinen letzten Gedichtband veröffentlichte. Da durfte man gespannt sein, wie sich der Autor als Lyriker weiterentwickelt hat. Doch von Weiterentwicklung kann keine Rede sein. Der Leser dieser Verse, die oft nichts weiter sind als zu Zeilen gebrochene Prosa, fühlt sich zurückversetzt in die schlechten alten Zeiten der damals ...