Ausgabe vom 12.01.2009 Seite 2

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Von dpa Korrespondent Christoph Sator Rafah. An diesem Abend in Rafah ist der Krieg für Frank Walter Steinmeier ganz nah. So nah wie noch nie in den drei Jahren, die er nun schon Deutschlands Außenminister ist. Es sind 500 Meter, vielleicht ein bisschen mehr. Aber viel weiter ist es nicht bis zu der Stelle auf der anderen Seite des Grenzübergangs, nicht mehr in Ägypten, sondern im Gazastreifen dort , wo soeben ein israelischer Kampfjet seine Bombe abgeladen hat. Auf dem Dach des Abfertigungsgebäudes ist die Wucht des Einschlags bis in die Magengrube zu spüren. Dann steigen ein roter Feuerpilz und eine schwarze Rauchwolke auf. Für den Minister, der sich hier oben gerade von einem Grenzkommandeur die Lage erklären lässt, eine völlig neue Erfahrung. Auch Steinmeier kennt den Krieg bislang nur aus dem Fernsehen. Anmerken lässt er sich trotzdem nichts. Nach kurzer Es sind eben nicht nur Bilder. Es sind Tote und Verletzte. Frank Walter Steinmeier Pause darf der Grenzer seinen Vortrag fortsetzen. Eine Weile später stellt Steinmeier in seinem Anzug mit Krawatte, ohne Schutzweste nüchtern fest Natürlich spüren und hören wir, dass da hinten noch gekämpft wird. Es sind eben nicht nur Bilder. Es sind Tote und Verletzte. Nun ist es auch nicht so, dass der deutsche ...