Ausgabe vom 14.07.2004 Seite 2

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Nervenkrieg zwischen Italien und Deutschland Verwaltung der Kassen verschlingt mehr denn je München. Eine beispiellose Flucht ist für Ludwig Holger Pfahls nach fünf Jahren gestern zu Ende gewesen. In Paris schnappte die Polizei den ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten, der es vom Büroleiter des Franz Josef Strauß zum schillernden Schattenmann der großen deutschen Schmiergeld Skandale brachte. Pfahls, das war der Mann, über den in Bayern vor dreißig Jahren der Spott ging, dass er Edmund Stoibers gefährlichster Konkurrent sei in der wichtigen Frage, wer dem CSU Übervater Strauß den Koffer tragen darf. Immer schnieke, die Haartolle akkurat an die Stirn frisiert, war der Top Jurist in seinen Münchner Jahren immer irgendwie zweites Glied aber Schwärm der Damen, nicht nur bei der CSU. 1942 im brandenburgischen Luckenwalde geboren, machte der smarte Sonnyboy in Bayern Bilderbuch Karriere Richter, ausgerechnet an einer Wirtschaftskammer dann die Jahre hinter Strauß, zuletzt als Leiter der Grundsatzabteilung in der Staatskanzlei. Mit gerade 42 Jahren Präsident beim Bundesamt für Verfassungsschutz, wo man über seine häufige Abwesenheit witzelte. Und schließlich Staatssekretär im Verteidigungsministerium, bis 1992. Ob Pfahls aus dem Regierungsamt ging oder ob er in ...