Ausgabe vom 30.11.2024 Seite 23

Suchbegriffe 30.11.2024    23


Geistliche Fürsorge und Integration Die evangelische Johannesgemeinde Rheine wird 100 Jahre alt RHEINE. Im November 1924 stellte der Oberkirchenrat für Westfalen eine Urkunde aus, in der es hieß: „Die Evangelischen des Stadt- und Amtsbezirks rechts der Ems werden aus der Kirchengemeinde Rheine ausgepfarrt und zu einer selbständigen Kirchengemeinde Rheine-Eschendorf vereinigt.“ Dies geschah mit Wirkung zum 1. Dezember 1924, also vor 100 Jahren. Schon auf dem Sommerfest der Gemeinde 2024 wurde dieses Ereignis gewürdigt. Was waren die Hintergründe? Schon bald nach der Reformation hatten sich viele Menschen in Rheine dem lutherischen Glauben zugewandt. Aber nach der Eroberung durch katholische Truppen 1623 setzte der Fürstbischof von Münster das katholische Bekenntnis wieder durch, die evangelischen Christen mussten sich beugen oder Rheine verlassen: 1625 verließen 27 Familien die Stadt in Richtung Grafschaft Bentheim. In Rheine lebten fortan – abgesehen von wenigen Juden – fast ausschließlich katholische Christen. Die wenigen evangelischen Salinenarbeiter in Bentlage nahmen am sonntäglichen Gottesdienst in Ohne oder Schüttorf teil. Dies änderte sich mit der Übernahme der Herrschaft durch das Königreich Preußen zu ...