Ausgabe vom 30.11.2024 Seite 28

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Karger Boden, reiche Tierwelt Eine heimatliche Tour von Clemenshafen über Rote Erde zum Dörper Berg – Teil 3 Plötzlich ertönt ein ohrenbetäubendes Spektakel. Kanadagänse fliegen mit gellendem Geschrei über mich hinweg, die Ruhe ist vorbei. So steige ich auf mein Rad und biege nach links in einen buckeligen Wirtschaftsweg ein, der auf die Emsdettener Straße führt. Ein Hinweisschild an der Chaussee gen Neuenkirchen weist den Weg zum „Tierheim“ und „Margarethen-Hof“, zwei weitere Punkte auf meiner heimatlichen Tour zurück zum Dörper Berg. Alsbald befinde ich mich im Ortsteil Rote Erde, der hier im südlichsten Teil Neuenkirchens liegt und seinen Namen der Siedlungsgesellschaft Rote Erde GmbH mit damaligem Sitz in Münster verdankt. Die Siedlungsgesellschaft kaufte das damalige Gut Clemenshafen von der Freifrau Franziska Magdalena von Kerckerring zu Borg, um es später parzelliert an Interessenten zu verkaufen. Dadurch wurden 400 Morgen Land in den Jahren 1920 bis 1922 an insgesamt 15 Siedler veräußert. „Auf der Roten Erde siedelten sich immer mehr Menschen an, die aus allen Himmelsrichtungen in diese Sandwüste kamen, um hier mit ihren Ersparnissen ihr Glück zu versuchen“, schreibt der damalige ...