Ausgabe vom 08.02.2025 Seite 21

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Viele Fragen bleiben am Ende offen Westfälisches Landestheater führt „Der Trafikant“ basierend auf dem Seethaler-Roman in der Stadthalle auf RHEINE. „Es ist nicht der Kanal, der stinkt. Es sind die Zeiten!“ Ins Wien der Jahre 1937 und 1938, in denen auch in Österreich der Nationalsozialismus die Herrschaft übernahm, entführte das Theaterstück „Der Trafikant“ am Donnerstagabend etwas mehr als 200 Theaterfreunde in der Rheiner Stadthalle. Das Bühnenstück, das aus dem gleichnamigen Erfolgsroman des österreichischen Schriftstellers Robert Seethaler entwickelt wurde, bot das Ensemble des Westfälischen Landestheaters Castrop-Rauxel in einer Inszenierung von Felix Sommer dar. Erzählt wurde die Geschichte des 17-jährigen Franz Huchel (dargestellt von Christian Zell), der 1937 sein Heimatdorf im Salzkammergut verlässt, um in Wien eine Lehre in einer „Trafik“ – einem Zeitungs- und Tabakwarengeschäft – anzutreten. Sein Ausbilder ist der Kriegsversehrte Otto Trsnjek (David Kiefer), zu dem sich eine ungewöhnliche Freundschaft entwickelt. In den Tageszeitungen, die im Laden verkauft werden, spiegeln sich die zuspitzenden Ereignisse im politischen Wien zwischen den Sommern 1937 und 1938 wider. Sie ...