Ausgabe vom 31.07.2025 Seite 16

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Tabakfabrik hatte Ursprung in Mesum Mesumer Sommergeschichten Teil 4: Unternehmer Georg Joseph Nadorff RHEINE-MESUM. Noch viele Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war die Tabakfabrik Nadorff in Rheine nicht nur ein Begriff für Raucher, sondern sie fiel auch gleich gegenüber dem Bahnhof durch ihr imposantes Werksgebäude gleichermaßen Einwohnern und Gästen ins Auge: ein viergeschossiger roter Klinkerbau zwischen Bahnhofstraße und Poststraße, teils flachgedeckt und teils mit niedrigem Satteldach sowie übereinander liegenden Reihen rundbogiger Fenster versehen. 1970 wurde das Unternehmen liquidiert. Tabakfabrikation lohnte sich hier nicht mehr. Zudem wollte die Stadt diesen Bereich kernsanieren. Sie plante und realisierte stattdessen eine Neugestaltung als Büro- und Geschäftskomplex, der unter der Bezeichnung „Nadorffhaus“ umgesetzt wurde. Dieser Name erinnert somit noch an Tabakvergangenheit und Industriegeschichte. Das war 1970 zugleich das Ende einer 145-jährigen Firmengeschichte und Fertigung vielfältig bekannter Tabakprodukte, die vor 200 Jahren in Mesum begann. Denn ganz am Anfang stand der junge Unternehmer Georg Joseph Nadorff. Um seinen Weg und Umzug ins kleine Dorf vor den südlichen Toren der Stadt zu verstehen, muss man einen ...