Ausgabe vom 11.09.2025 Seite 15

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Öffentliche Kultur leidet unter Krieg Neuauflage des Formats „Stadtgespräch“: Ukrainische Kuratorin Kateryna Ray zeichnet ein düsteres Bild RHEINE. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist zu einem festen Bestandteil der täglichen Berichterstattung geworden. Für viele Menschen scheint dieser Konflikt weit weg zu sein. Das ist er aber nicht. Wie sehr er auch Deutschland betrifft, wurde einmal mehr deutlich, als sich Kulturreferent Jan-Christoph Tonigs von der Rheiner Stadtkultur am vergangenen Dienstagabend im Falkenhof mit der ukrainischen Kuratorin Kateryna Ray zum Dialog traf. Im Rahmen der Reihe „Stadtgespräch“ berichtete die Künstlerin über den Zustand der öffentlichen Kunst in ihrem Land. Dabei kamen auch die Auswirkungen des Krieges auf die Künstler selbst und auf die Länder, in die viele von ihnen geflüchtet sind, nicht zu kurz. Kateryna Ray zeichnete ein düsteres Bild, das seine Wirkung auf die wenigen Besucher an diesem Abend nicht verfehlte. Jan-Christoph Tonigs selbst fasste seine Gefühle am Ende der Veranstaltung mit wenigen Worten zusammen: „Ich bin von Katerynas Ausführungen sehr berührt!“ Auch Kateryna Ray ist aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. Sie lebt mit ihrer ...