Ausgabe vom 11.09.2025 Seite 22

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Erst Napoleon brachte Mitbestimmung Kommunalwahl 2025 Historischer Rückblick auf über 200 Jahre Selbstverwaltung Wettringens WETTRINGEN. Im Rahmen der Kommunalwahl am 14. September entscheiden die Wählerinnen und Wähler über die Zusammensetzung des zukünftigen Gemeinderates. Werner Janning nimmt dies zum Anlass, einen Blick auf die über zweihundertjährige Geschichte der kommunalen Selbstverwaltung des „Hiärtkens van de Wiält“ zu geben. Er zeigt, dass bereits Napoleon Einfluss auf das Dorf nahm, Wettringen einst gar zusammen mit der Nachbargemeinde Neuenkirchen verwaltet wurde. Heute unvorstellbar (außer am 1. April). Die Anfänge der bürgerlichen Mitbestimmung gehen auf den französischen Kaiser Napoleon zurück. Im Zuge der Eroberungspolitik wurden durch den Reichdeputationshauptschluss im Jahre 1803 alle geistlichen Fürstentümer und Klöster aufgelöst. Damit endete das Fürstbistum Münster, zu dem Wettringen gehörte. Drei Jahre wurde die Gemeinde den Fürstentümern Salm-Horstmar und Rheina-Wolbeck zugeordnet. Nach der Gründung des Rheinbundes im Jahre 1806 kam auch das Ende dieser kleinen Fürstentümer. Wettringen gehörte vier Jahre zum Großherzogtum Berg. 1810 fiel der nordwestliche Teil ...