Ausgabe vom 22.09.2025 Seite 7

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Weimer: „ESC darf kein Tribunal werden“ berlin Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) kritisiert den von mehreren Ländern für den Fall einer Teilnahme Israels angekündigten Boykott des Eurovision Song Contests (ESC). Die European Broadcasting Union (EBU) habe den Wettbewerb mit der Idee gegründet, Nationen durch Musik zu verbinden, erklärte Weimer am Samstag in Berlin. „Wer heute Israel ausschließt, stellt diesen Grundgedanken auf den Kopf und macht aus einem Fest der Verständigung ein Tribunal.“ Mehrere Länder, darunter Irland, Spanien, die Niederlande und Slowenien, drohen mit Boykott, sollte Israel beim nächsten ESC im Mai 2026 in Wien antreten. Andere wie Finnland, Schweden und Belgien halten ihre Entscheidung bis Dezember offen. Dann wird eine Entscheidung der EBU über die Teilnahme Israels erwartet. Der ESC lebe davon, dass Künstlerinnen und Künstler nach ihrer Kunst, nicht nach ihrer Nationalität beurteilt werden, so Weimer. „Cancel Culture ist keine Antwort – die Antwort sollte Vielfalt und Zusammenhalt heißen.“ Gerade, weil der ESC „aus den Trümmern des Krieges geboren wurde“, dürfe er „nicht zu einer Bühne der Ausgrenzung verkommen“.Brett James stirbt bei ...