Ausgabe vom 07.10.2025 Seite 21

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Beschwerden beim Presserat nehmen deutlich zu Berichterstattung über den Gaza-Krieg Beim Deutschen Presserat sind deutlich mehr Beschwerden zur Berichterstattung über den Gaza-Krieg eingegangen. Bis Ende September dieses Jahres seien es bereits 399 gewesen – deutlich mehr als in dem Jahr zuvor, teilte der Presserat mit. Zum Vergleich: 2024 waren es 110 und im Jahr zuvor 126 Beschwerden zu dem Thema. Roman Portack, Geschäftsführer des Presserats, sagte, dass besonders in den ersten Tagen nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 Bildmaterial in sozialen Medien weit verbreitet gewesen sei, das potenziell die Persönlichkeitsrechte von Opfern verletzt habe. „Die Presse muss zudem aufpassen, dass sie sich nicht instrumentalisieren lässt, wenn sie Bildmaterial verwendet, das von Tätern stammt“, sagte er. Nach Angaben des Presserats betrifft ein weiterer Schwerpunkt der Beschwerden pro-palästinensische Demonstrationen. In diesem Zusammenhang standen Medienberichte in der Kritik, weil sie Proteste als „Israel-Hasser-Demos“ bezeichneten. „Das ist zunächst einmal eine Bewertung der Redaktion, also eine Meinungsäußerung. Dafür gilt ein weiter Spielraum“, erläuterte Portack. „Wir müssen dann prüfen, ob es ...