Ausgabe vom 06.01.2026 Seite 7
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6,5 Milliarden Mark in âSchlafmünzenâ Insgesamt werden noch zwölf Milliarden DM irgendwo gehortet Düsseldorf. Sie finden sich im Saum von Vorhängen, Dosen, Briefumschlägen, vergammelten Reisetaschen oder Altkleidern: alte D-Mark-Münzen und D-Mark-Scheine, oftmals âSchlafmünzenâ genannt. Auch im vergangenen Jahr hat die Bundesbank davon wieder etliche in Euro umgetauscht. Allein in Nordrhein-Westfalen hatten rund 8800 Menschen bis Ende November rund 7,5 Millionen Deutsche Mark in den Bundesbank-Filialen in Köln, Dortmund und Bielefeld abgegeben. âÃblicherweise kommen die Kundinnen und Kunden nach Wohnungsauflösungen der Oma oder der Eltern und bringen tendenziell kleine Beträge in die Filialenâ, sagt Sprecher Uwe Deichert. âManchmal sind auch gröÃere Beträge dabei, wenn die Verstorbenen etwas Geld zu Hause gehortet haben.â Deichert hat auch schon davon gehört, dass alte Geldscheine unter verwelkten Geranien, Tabletten-Röhrchen oder in einem kaputten Sofa gefunden wurden. Zunehmend beobachte die Bundesbank das Auflösen von Münzsammlungen, die zu D-Mark-Zeiten angelegt wurden. Anscheinend hätten die Sammlerinnen und Sammler erkannt, dass der Wert der Münzen nicht gestiegen sei. ...
