Ausgabe vom 21.01.2026 Seite 26
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Geduldig bleiben auch bei Veränderungen Ankommen braucht Zeit, erklärt die Fachfrau Sandra Weise Du stehst in deiner neuen Klasse. In ängstlicher Erwartung hast du schon Nächte vorher schlecht geschlafen. Jetzt fragst du dich, ob du dich hier je wohlfühlen wirst. Die kurze Antwort lautet: Spätestens in einem halben Jahr wird es dir wahrscheinlich viel besser gehen. Du wirst dich an das neue Umfeld gewöhnt haben. Die längere Antwort erklärt Sandra Weise. Die Expertin hilft Kindern, mit Gefühlen, Problemen und Veränderungen im Leben besser klarzukommen. Sandra Weise meint: Wenn etwas Neues beginnt, braucht das Gehirn zwei bis drei Monate, um neue Netzwerke zu bilden. Die Fachfrau vergleicht diese Netzwerke mit Trampelpfaden und sagt: âMan muss erst mal im Wald die Bäume fällen.â Dann bildet sich dort ein neuer Trampelpfad. Mit der Zeit wird daraus dann ein breiter Weg. Ãbertragen auf Veränderungen wie den Schulwechsel bedeutet das: Wir haben uns an die neue Situation gewöhnt. Für das Gehirn ist das anstrengend. Deshalb liebt es eigentlich die Gewohnheit. Eine vollständige Anpassung an das Neue dauert aber häufig länger, meint Sandra Weise. So ein Ãbergang ist ja auch ein Abschied von Vertrautem. Das weckt oft ...
