Ausgabe vom 03.02.2026 Seite 9

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Stylisch Abseits Sie ist nicht nur eine Olympionikin, Manizha Talash ist vielmehr eine Kämpferin für Frauenrechte in ihrer Heimat, als sie 2024 in Paris die Bühne der Weltspiele betritt. Die afghanische Breakdancerin scheut nicht davor zurück, der Öffentlichkeit auf einer Flagge unmissverständliche Signale zu senden: „Free Afghan Women“. Worte, die nicht überall auf Gegenliebe stoßen. Weil das Internationale Olympisches Komitee (IOC) die Neutralität des Sports wahren und den Fokus allein auf den Wettkampf legen möchte, duldet die Organisation laut Regelwerk keine politischen Statements. Folgerichtig disqualifiziert sie die damals 21-Jährige. Ein Schicksal, das auch Josephine Schlörb hätte drohen können. Die Eisschnellläuferin aus Dresden hatte ihre „Arbeitsschuhe“ schon vor Monaten mit Botschaften wie „Hass ist keine Meinung. Diskriminierung ist ein Verbrechen“ bedruckt. Das IOC positionierte sich indes vor den am Freitag beginnenden Winterspielen mit Verweis auf die Regel 50 der olympischen Charta klar: Das Wettkampffeld muss frei von politischen Zeichen sein. Keine Ausnahme(n). Ein bisschen Spielraum bleibt anscheinend doch. Schlörb bestickt in enger Abstimmung mit dem Dachverband eine Weltkarte aus ...