Ausgabe vom 20.02.2026 Seite 19

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Umstrittene Thesen im Forum Buchautorin Petra Erler präsentiert ihren ganz eigenen Blick auf Russland und den Ukraine-Krieg RHEINE. Mit Putin reden, der Diplomatie eine Chance geben, verhandlungspolitisch den Angriffskrieg, den Putin gegen die Ukraine befohlen hat, beenden. Das war am Ende ein kleiner gemeinsamer Nenner, dem vermutlich jede Zuhörerin und jeder Zuhörer im Forum des Gymnasiums Dionysianum am Mittwochabend zustimmen konnte. Petra Erler hat gemeinsam mit Co-Autor Günter Verheugen das Buch „Der lange Weg zum Krieg. Russland, die Ukraine und der Westen - Eskalation statt Entspannung“ geschrieben. Beide Autoren bedienen das Narrativ, dass die Verantwortung für die Ursachen des Angriffskrieges fast ausschließlich im Westen - und da vor allem bei den US-amerikanischen Regierungen – liegen. Das Buch sei umstritten, stellte Josef „Jupp“ Verschüer gleich in der Anmoderation heraus. Er habe im Vorfeld der Veranstaltung „einige Kritik, Vorwürfe und auch einen Austritt aus dem Kreis unserer Mitglieder erhalten“, sagte der Sektionsleiter der Sektion Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), der den Erler-Vortrag zusammen mit dem Dio ausrichtete. Kein Wunder, denn Erler bedient die These, nach der der Westen wegen ...