Ausgabe vom 05.03.2026 Seite 16

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Als das Bagno die Massen begeisterte Der Park in Steinfurt lädt zu Spaziergängen ein / Auf 35 Stationen lässt sich seine Geschichte entdecken RHEINE/STEINFURT. Ein ägyptischer Turm im Münsterland? Eine türkische Moschee, ein chinesischer Salon – und dazu eine eigene Hofkapelle mit 35 Musikern? Was heute ungewöhnlich klingt, war im 18. Jahrhundert im Bagno-Park Realität. Graf Carl zu Bentheim-Steinfurt schuf hier einen Vergnügungspark, der europaweit Aufsehen erregte. Wo heute Spaziergänger durch lichte Wälder flanieren und Radfahrer eine Pause am See einlegen, wurden vor mehr als 200 Jahren rauschende Sommerfeste gefeiert. Auch wenn sich seitdem viel getan hat, gibt es im Bagno-Park auch heute noch viel zu erleben. Noch immer zeigt das Bagno eine außergewöhnliche Gartenarchitektur: Verschlungene Wege durch lichte Wälder, dicht bewachsene Ufer oder die bewachsene Ruineninsel stehen im Kontrast zu den klaren Formen der Alleen und Plätze. Besichtigt werden kann der Bagno-Park entweder über die zahlreichen Spazierwege entlang des Bagno-Sees oder durch die angrenzenden Wälder. Ein Rundgang mit 35 Stationen lädt dazu ein, sich mit den aktuellen und längst vergangenen Sehenswürdigkeiten des Geländes zu befassen. ...