Ausgabe vom 05.03.2026 Seite 25

Suchbegriffe 05.03.2026    25


Neue Chance für zerstörte Hoffnung Krieg in Nahost: Gebürtige Iraner blicken auf die Situation ihrer Heimat / Kein Kontakt zur Familie in Teheran WETTRINGEN. Als sich Zahra Miabadis Vater am Samstagmorgen um 7.57 Uhr per Videoanruf meldet, hat der Krieg im Iran gerade begonnen. „Er hat sofort gesagt: ‚Um dich zu informieren: Amerika hat soeben angefangen, Teheran zu attackieren. Es könnte sein, dass in ein paar Minuten Internet und Telefon abgeschaltet werden.‘ Seitdem haben wir keinen Kontakt“, berichtet die 47-jährige gebürtige Iranerin. 2012 waren sie und ihr Mann Farshid Valizadeh, 49, mit ihrer Familie aus dem Iran geflohen, ließen Haus, Beruf, Studium, Freunde und Familie zurück. Die Gründe für die Flucht waren verschieden: Die Unterdrückung durch das Regime, die Verfolgung Andersdenkender unter der religiösen Diktatur – am Ende war es ihr christlicher Glaube in einem Land, wo der Islam jeden Aspekt des Lebens, der Gesetze und Justiz bestimmt. Aus Wettringen heraus, wo Miabadi und Valizadeh mit der 16-jährigen Tochter und dem sechsjährigen Sohn leben und arbeiten – er bei einem Maschinenbauer, sie im Pfarrzentrum und als Schulbegleiterin–, blicken sie nicht erst seit dem Wochenende mit Sorge auf ...