Ausgabe vom 17.03.2026 Seite 4

Suchbegriffe 17.03.2026    4


Erfüllung im Kampf gegen Amerika Märtyrerkult und Antiimperialismus prägen das Denken der iranischen Revolutionswächter mumbai. Für Irans Revolutionswächter ist der Konflikt mit Amerika so existenziell wie grundsätzlich. In ihrer Weltsicht sind die USA und Iran zwei rivalisierende ideologische Pole – unvereinbar und im permanenten Konflikt. Auf den Krieg mit den USA haben sie sich lange vorbereitet. Dabei geht es für sie nicht nur um das Überleben der Islamischen Republik, sondern um die Zukunft des Islam selbst. Denn für sie ist das iranische Regime die Avantgarde einer Revolution, die zu einer islamischen Neuordnung der Welt führen soll.Irans Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei, der am ersten Tag des Krieges getötet wurde, sah Amerika als eine moderne Form der Jahiliya – im Koran ein Begriff für Barbarei. Sein offizieller Repräsentant bei den Revolutionswächtern, Ali Saidi, sagte: „Unser Problem mit Amerika ist ideologisch – es strebt danach, den Islam aus Iran zu tilgen.“ Die USA sind somit eine existenzielle Bedrohung nicht nur für das Regime, sondern für den islamischen Charakter des Landes. Die Ideologie der Revolutionswächter hat ihre Wurzeln im Antiimperialismus der 1970er Jahre. Aus ...