Ausgabe vom 14.04.2026 Seite 16

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Rauchen ist der größte Risikofaktor Serie Gesundheit Konstantinos Stavroulakis über Entstehung und Gefahren verstopfter Arterien RHEINE. Bei einer Extremitätenischemie wird der Blutfluss in einem Bein (seltener: im Arm) durch Ablagerungen in den Arterien gestört. Lange Zeit haben die Betroffenen keine Beschwerden. Dann tritt ein Schmerz in der Wade oder im Oberschenkel auf. „Diese Schmerzen werden leider häufig als orthopädisches Problem fehlgedeutet. An ein Gefäßproblem denkt man nicht“, sagt Dr. Konstantinos Stavroulakis, Chefarzt der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie am Klinikum Rheine. Eine frühe Diagnose kann entscheidend sein: Genau das macht diese Erkrankung gefährlich: Während der Patient oder die Patientin den Schmerz falsch einschätzt und abwartet, vergeht wertvolle Zeit. Eine Ischemie ist zunächst gut behandelbar, beispielsweise mit einem Bypass, der an das Gefäß angelegt wird. Wenn die Blockade im Gefäß aber so lange andauert, dass das Gewebe nachhaltig beschädigt wird, und beginnt abzusterben, ist das gesamte Bein in Gefahr. „Wir sprechen dann von einer kritischen Ischemie“, sagt Stavroulakis. Die akute Extremitätenischemie ist ein Notfall: Eine chronische Ischemie ...