Ausgabe vom 20.04.2026 Seite 1

Suchbegriffe 20.04.2026    1


Bundeswehr braucht mehr Personal Reserve müsste sich verdoppeln, um das Ziel zu erreichen Berlin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat den schwierigen Job, bis zur prognostizierten Kriegsfähigkeit Russlands gegen die Nato zum Ende der 2020er-Jahre die Bundeswehr so aufzustellen, dass es wegen ihrer Abschreckung gar nicht erst zum Konflikt kommt – oder man diesen im Ernstfall gewinnen könnte. Die wohl schwierigste Aufgabe liegt im Personalaufwuchs. 460.000 Soldatinnen und Soldaten bis 2035 sind das erklärte Ziel. Die Gesamtstärke des aktiven militärischen Personals beträgt Angaben der Bundeswehr zufolge aktuell rund 185.400 Soldatinnen und Soldaten. Die Reserve müsste sich verdoppeln. Doch in den kommenden Jahren werden viele altersbedingt aus der Bundeswehr ausscheiden. Pistorius setzt auf den neuen Wehrdienst, der abgesehen von einer Musterungspflicht für junge Männer zunächst freiwillig bleiben soll. Zuletzt verzeichnete die Bundeswehr im ersten Quartal dieses Jahres auch einen steigenden Zulauf an Bewerberinnen und Bewerbern. Neben dem Personalaufwuchs ist die Beschaffung der für Abschreckung und Verteidigung notwendigen Waffen und Munition eine große Herausforderung – trotz der Bereichsausnahme von der ...