Ausgabe vom 21.04.2026 Seite 5
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Die Gescholtene AnalyseWarken legt umfassende Reform vor Ob Nina Warken in den vergangenen Wochen bedauert hat, das Amt der Gesundheitsministerin angetreten zu haben? Dazu lässt sie sich in den vielen Interviews derzeit nicht konkret ein. Aber man merkt der Juristin doch mitunter an, dass es kein einfaches Ressort ist, welches sie da übernommen hat. Als vor einem knappen Jahr bekannt wurde, dass die CDU-Politikerin Warken Gesundheitsministerin wird, war sie die Ãberraschung im Kabinett von Friedrich Merz (CDU). Es wurde viel darüber diskutiert, ob es einer fachfremden Politikerin möglich wäre, sich in den Tiefen des Gesundheitsapparats zurechtzufinden. Nicht wenige bezeichnen dieses Politikfeld als âHaifischbeckenâ und tatsächlich wird in kaum einem anderen Bereich so erbarmungslos lobbyiert. Das liegt auch daran, dass man mit der Gesundheit der Bevölkerung immer ein maximal groÃes Drohpotenzial in der Hand hat. Und: In Deutschland werden jährlich mehr als 500 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen ausgegeben â eine riesige Summe. Warkens Amtsvorgänger Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) hatten jahrzehntelange Erfahrung in der Gesundheitspolitik, Lauterbach ist selbst Mediziner. Sie kannten die beteiligten Gruppen in ...
