Ausgabe vom 27.04.2026 Seite 16
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Eine Flucht voller Grausamkeiten Dokumentarfilm über die Flucht von Ilse Tews nach dem Zweiten Weltkrieg RHEINE-HAUENHORST. Mit nur zehn Jahren musste Ilse Tews aus ihrer Heimat fliehen. Sie lebte im damaligen Ostpommern, das nach dem Zweiten Weltkrieg an Polen abgetreten wurde. Bei ihrer Flucht â die sie nach Rheine führte â erlebte Tews viele Widrigkeiten. Sie musste sich durch kalte Winter kämpfen, wich den Schüssen sowjetischer Soldaten aus und hatte kaum etwas zu essen. Die Fluchtgeschichte der mittlerweile 91-Jährigen wurde von Jan Niehuesbernd und Heinz Schulte vom âMetropoli Kinoâ filmisch festgehalten und am Samstagvormittag erstmals im Heimathaus Hauenhorst aufgeführt. 70 Interessierte waren gekommen, um die etwa 35-minütige Dokumentation âFlucht und Vertreibungâ zu schauen. Das Werk â das Schultes Nachfolger Jan Niehuesbernd erstmals eigenständig produziert hatte â bestand aus dem Zeitzeugeninterview mit Ilse Tews. Bilder von ihrer Flucht wurden selten gezeigt, zum Ende gab es eine gröÃere Bildershow. Doch viele Bilder waren auch nicht nötig. Die Art und Weise, wie Tews von ihren Erlebnissen berichtete, reichte aus, um beim Publikum starke Betroffenheit auszulösen. Anschaulich erzählte sie, ...
