Ausgabe vom 28.05.2026 Seite 15

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Kein klassischer Berufsalltag Sozialarbeiter und Leiter des Kremer-Hauses Matthias Bruning erzählt von seiner Arbeit mit Wohnungslosen RHEINE. „Stellen Sie sich vor, Sie ziehen mit Ihrer Freundin zusammen. Erst läuft es gut. Dann beginnen die Streits, irgendwann kommt es zur Trennung. Einer verlässt die Wohnung und ist plötzlich wohnungslos“, sagt Matthias Bruning. „Wenn keine Freunde oder Verwandte in der Gegend wohnen, wohin gehen Sie dann?“. Geschichten wie diese kennt der 50-Jährige zuhauf. Seit 24 Jahren ist er Sozialarbeiter und seit drei Jahren leitet er das Kremer-Haus Rheine – eine Hilfestelle für Wohnungslose (siehe Infobox). Die Einrichtung ist Teil des „Netzwerks Wohin?“. Dieses vermittelt Hilfesuchende weiter – wenn sie es wollen. „Ich helfe ihnen auch dabei, einen passenden Arzt zu finden oder eine neue Gesundheitskarte zu bekommen, wenn sie keine haben“, sagt Bruning. Er freut sich über jeden, dem er helfen kann. „Es ist das, weswegen ich Soziale Arbeit studiert habe.“ Und dennoch kam Bruning über Umwege zu seinem jetzigen Job. Er ist gelernter Steinmetz, machte die Ausbildung, um später im Betrieb seines Vaters zu arbeiten. „Ich habe es auch auf dem Bau versucht, aber das ...