Ausgabe vom 03.06.2022 Seite 3
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»Wir erleben Leitung ganz neu.«Alfons Sundermann, Mitglied des Pfarreirats-Vorstandes ?40 Grad nicht immer ein Grund für Fiebersaft? Lieferengpass von Medikamenten Dr. Dieter Göhler ist Kinderarzt in Havixbeck. Ihn lässt der Mangel an Fiebersenkern ziemlich kalt. Warum, erklärt er im Interview mit unserem Redaktionsmitglied Stefan Werding.Herr Göhler, wird bei Ihren Patienten auch der Fiebersaft knapp?Göhler: Es gibt seit einer gewissen Zeit einen Mangel an dem Wirkstoff gegen Fieber. Den könnten wir mal zum Anlass nehmen zu fragen, wie sinnvoll es ist, Fieber überhaupt zu senken. Der Wirkstoff dämpft nämlich auch das Immunsystem. In einer Phase, in der ein Kind einen Infekt hat und in der sein Körper dem Fieber begegnet, ist ein Medikament gar nicht sinnvoll, weil die Immunabwehr nötig ist, um das Virus zu besiegen. Die Medizin bremst also die Bekämpfung des Virus durch den Körper.Ab 38 Grad werden viele Eltern nervös.Göhler: Auch das ist nicht automatisch ein Grund, einen Fiebersenker einzusetzen. Für mich gibt es keine Obergrenze. Wenn ein Kind munter und wach ist und wenn es trinkt, kann es auch 40 Grad haben. Da können ihm auch die Lieferengpässe egal sein. Ist es dagegen hinfällig, jammerig, trinkt nicht, hat Kopf- oder Bauchschmerzen, dann ist ein ...
