Ausgabe vom 29.09.2025 Seite 14

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Weniger zahlen in der Arztpraxis Verbraucherzentrale: Welche Kassenleistungen es gibt und wann IGeL nicht selbst bezahlt werden müssen RHEINE. Mindestens 2,4 Milliarden Euro geben gesetzlich Versicherte pro Jahr für Selbstzahlerleistungen in Arztpraxen aus. Diese Zahl hat der IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes Ende 2024 veröffentlicht. Viele Millionen davon sind aber schlecht investiert, meint die Verbraucherzentrale NRW. Denn die sogenannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sind meist nicht medizinisch notwendig und schaden teilweise mehr als sie nutzen. Viele der Leistungen wurden zudem noch nicht auf Nutzen und Schaden überprüft. Oder sie sind nicht „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“, wie es das Sozialgesetzbuch V erfordert, heißt es in einer Pressemitteilung. „Oft werden Patientinnen und Patienten beim Arzttermin zu Selbstzahlerleistungen gedrängt“, wird Gesa Schölgens vom Projekt Faktencheck Gesundheitswerbung der Verbraucherzentralen NRW und Rheinland-Pfalz in dem Pressetext zitiert. „Aber IGeL sind niemals dringend. Man kann also ablehnen und sich erst unabhängig informieren. Geht es um eine akut notwendige Therapie, stehen dafür stets Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen zur ...