Ausgabe vom 08.10.2025 Seite 1
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NRW-Kommunen rutschen tief in die roten Zahlen Brandbrief des Städte- und Gemeindebundes: Defizit beläuft sich auf sechs Milliarden Euro Düsseldorf. Die ohnehin schon dramatische Finanzlage der Kommunen in ganz Deutschland hat sich im ersten Halbjahr dieses Jahres weiter verschärft. Das geht aus einem Schnellbrief des Städte- und Gemeindebunds NRW an seine Mitglieder hervor. Darin erläutert der für Haushaltsfragen zuständige Beigeordnete Claus Hamacher den Bürgermeistern: âDas Defizit der Kernhaushalte ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter auf nunmehr 19 Milliarden Euro aufgewachsen.â Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2024 hatte es bundesweit noch 17,5 Milliarden Euro betragen â ein Anstieg also um 8,5 Prozent. Am härtesten ist die Situation in Nordrhein-Westfalen, wo sich das kommunale Defizit inzwischen auf sechs Milliarden Euro gesteigert hat. Im Vorjahr lag es noch unter vier Milliarden Euro. Wie es zu der Verschärfung der Situation kommen konnte, dafür liefert Hamacher auch entsprechende Hinweise, denn die Ausgaben der Kämmerer sind in den vergangenen Monaten massiv gestiegen. So seien die Personalausgaben bundesweit um 6,3 Prozent auf 52 Milliarden Euro gestiegen, die Sozialausgaben um 6,4 ...
