Ausgabe vom 09.10.2025 Seite 4

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Trübe Aussichten LeitartikelHerbstprognose der Bundesregierung Es sind keine guten Nachrichten, die in das Treffen der Spitzen der Koalition reinfunken. Kurz bevor sich der Koalitionsausschuss am Mittwochabend im Kanzleramt trifft, stellt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Herbstprognose der Bundesregierung zur wirtschaftlichen Entwicklung vor. Im laufenden Jahr rechnet das Ministerium mit einem Mini-Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent. 2026 soll die Konjunktur dann an Fahrt aufnehmen, erwartet wird ein Wachstum von 1,3 Prozent. Tritt diese Prognose ein, wäre dies das Ende der seit 2023 andauernden Rezession. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht: Der Aufwärtstrend entsteht nur dank der massiven staatlichen Mehrausgaben für Infrastruktur und Verteidigung. Ministerin Reiche ist da ehrlich, gießt selbst Wasser in den Wein. Der konjunkturelle Ausblick dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein erheblicher Teil des Wachstums voraussichtlich aus hohen staatlichen Ausgaben stammen werde, räumt sie ein.Außerdem wird das vorhergesagte Wachstum nicht ausreichen, um die Flaute in der deutschen Wirtschaft zu beenden und den Arbeitsmarkt nachhaltig zu beleben. Und wenn die Regierung zudem Schulden nutzt, um ...