Ausgabe vom 24.12.2025 Seite 10

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Zwölf Tage im Mai: Ein Kölsches Sommermärchen Das Tagebuch des Friedhelm Funkel Als ich aus dem VIP-Raum im Stadion komme, stehen eine Dame und ein Herr vor mir. Es ist früher Abend nach unserem letzten Saisonspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Wir haben 4:0 gewonnen, der Effzeh ist wieder Bundesligist, wir sind Zweitligameister. Besser gehts nicht. Obwohl wir den 18. Mai 2025 schreiben, scheint es, als wäre in Köln wieder die Karnevalszeit angebrochen. Die ganze Stadt feiert! Nach der Siegerehrung haben wir mit der Mannschaft und den Verantwortlichen in der Stadionloge ein paar Kölsch getrunken. Gemeinsam brechen wir nun ins „Heising & Adelmann“ in die Friesenstraße auf, um dort die Party fortzusetzen. Bevor es losgeht, wollen mir die Eltern von Tim Lemperle aber noch etwas mitteilen. Das Paar bedankt sich, dass ich ihren Sohn vor der Presse und vielen Kritikern in Schutz genommen habe. Dass ich mich trotz seines wenig profihaften Verhaltens auf der Saisonzielgerade vor ihn gestellt habe, so dass er nun als Teil des Teams den Aufstieg feiern kann. Ich habe an diesem Tag bereits viele Glückwünsche und Schulterklopfer bekommen. Auf dem Handy trudeln pausenlos Nachrichten ein, die ich erst in den nächsten Tagen lesen werde. ...