Ausgabe vom 22.01.2026 Seite 3

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Millionenbetrug bei Paketdienst? Münsterland Ein Vater-Sohn-Duo aus Ahlen muss sich vor dem Landgericht Osnabrück verantworten: Die Staatsanwaltschaft wirft dem 41-Jährigen und seinem 60-jährigen Vater vor, rund 1,6 Millionen Euro an Sozialabgaben nicht gezahlt zu haben. Zwei weitere Männer – ein 62-Jähriger aus Ahlen und ein 54-Jähriger aus Rotterdam – sind wegen Beihilfe angeklagt. Die Angeklagten betrieben für Hermes drei Depots in Emsbüren, Sendenhorst und Neuenkirchen bei Osnabrück. Die Ermittlungen kamen ins Rollen, als ein Mitarbeiter des Hauptzollamts Osnabrück bei dem Neuenkirchener Depot auf Unregelmäßigkeiten stieß. Laut Anklage beschäftigten die Betreiber bis zu 300 Personen, überwiegend Rumänen und Bulgaren. Die Fahrer erhielten offiziell 1400 Euro brutto, den Rest sollen die beiden Hauptangeklagten bar ausgezahlt haben. Die Ermittlungen dauerten mehrere Jahre und umfassten Telefonüberwachung und zahlreiche Personenkontrollen. Für den Prozess sind 20 Termine angesetzt. Möglicherweise kommt er schneller zu einem Ende, denn die Beteiligten erwägen offenbar einen Deal. Heißt: Für ein Geständnis gibt es eine geringere Strafe. LWL-Kämmerin verliert Zuständigkeiten Münster Die neue ...