Ausgabe vom 04.02.2026 Seite 5
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Neue Gefahr LeitartikelDie AfD-Jugendorganisation im Blick Eine Ãberraschung ist es nicht: Nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums hat sich die neue AfD-Jugendorganisation im Vergleich zur alten nicht gemäÃigt. Dafür sprechen personelle Kontinuitäten, Kontakte der Generation Deutschland (GD) ins extremistische Umfeld und ÃuÃerungen bei der Gründungsveranstaltung in GieÃen. Tatsächlich war gleich bei der Gründung Ende November klar, dass die Nachfolgeorganisation der â gesichert rechtsextremen â Jungen Alternative (JA) kaum moderater auftreten würde. Selbst der AfD-Ehrenvorsitzende Alexander Gauland sah sich genötigt, die Parteijugend zu ermahnen: âSeien Sie von mir aus auch radikal, aber nicht extrem.â Parteichef Tino Chrupalla pries anschlieÃend MäÃigung als Erfolgsrezept. Denn die AfD hat viel zu verlieren: Im Bundestag wie auf Länderebene gibt es Initiativen für ein Verbotsverfahren. Die JA galt hierbei als Risiko â einer der Gründe für ihre Auflösung. Doch die neue Jugendorganisation birgt neue Gefahren, da sie anders als die Vorgängerin vollständig in die AfD eingebunden ist. Wenn es der Parteispitze nicht gelingt, den Nachwuchs unter Kontrolle zu bringen, fällt das auf ...
