Ausgabe vom 10.02.2026 Seite 20

Suchbegriffe 10.02.2026    20


Als Rheine in Fluten zu versinken drohte Naturkatastrophe suchte vor 80 Jahren das ohnehin von Kriegsschäden gebeutelte Rheine mit unbändiger Wucht heim RHEINE. Es gibt nur wenige Ereignisse, die im kollektiven, städtischen Gedächtnis verhaftet sind: alliierter Großangriff im Oktober 1944, Explosion eines Blindgängers in der Innenstadt 1978. Das Emshochwasser von 1946 gehört auch dazu. Als Stadt am kleinsten Strom Deutschlands sind die Bewohner der Emsstadt daran gewöhnt, dass der Strom bei Zeiten über die Ufer geht. Sehr gut lassen sich an der alten Mühle die Pegelstände mit Jahreszahlen der letzten größeren Fluten ablesen: 1775, 1880, 1926, 1960 und zuletzt 2023. Doch keines hat bis heute auf vielerlei Weise so viele Spuren hinterlassen wie jenes Hochwasser im Februar 1946. Das Ereignis selbst hinterließ tiefe Eindrücke: Bis heute werden die Erlebnisse in diesen Tagen von Großeltern und Eltern berichtet und daher ist diese Katastrophe den heutigen Generationen ebenfalls ein Begriff. Und es ist recht einprägsam, wenn davon erzählt wird, dass die untere Altstadt nur noch mit einem Boot passierbar war. Ursache für das Hochwasser waren ungewöhnlich starke, tagelange Regenfälle im Münsterland. In einer Denkschrift ...