Ausgabe vom 12.02.2026 Seite 5

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Strategiewechsel AnalyseMerz und Klingbeil unzufrieden mit Brüssel Lars Klingbeil windet sich ein wenig: Nein, sein neu gegründetes Format sei natürlich kein Abgesang auf Europa, sagt der SPD-Finanzminister. Vielmehr gebe es viele in Europa, „die erleichtert sind, dass Deutschland eine Führungsrolle übernimmt“.Es ist Ende Januar, Premiere für das Format der E6 − auf Initiative von Klingbeil und seinem französischen Kollegen. Nein, es ist kein Abgesang auf Europa. Aber ein Abschied auf Raten vom System Brüssel. Und damit auch eine Kampfansage an die EU-Kommission. Nächste Woche trifft sich die Gruppe zum ersten Mal auch persönlich in diesem Format. Klingbeil war in den Wochen zuvor nach stundenlangen Verhandlungen mit der EU-Kommission durchaus das eine oder andere Mal der Kragen geplatzt. Wenig oder nichts geht voran aus seiner Sicht. Der SPD-Vorsitzende findet, dass Europa angesichts der Rhetorik und des Handelns von US-Präsident Donald Trump insgesamt zu unsouverän auftritt. Jeder sollte „jetzt endlich den Schuss gehört haben“. Viel deutlicher kann man nicht werden. Und Klingbeil ist damit nicht allein, im CDU-Kanzleramt ist man gleichermaßen genervt. Kanzler Friedrich Merz ist mittlerweile zum großen Gegner ...