Ausgabe vom 12.02.2026 Seite 9

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„Man muss mal auf die Fresse fallen“ Rodel-Königin überwindet Peking-Drama Cortina. Mit dem Song „Die immer lacht“ tanzte Rodel-Königin Julia Taubitz durchs Spalier und klatschte alle ab. Das ansteckende Lächeln auf ihren Lippen war dabei nicht zu übersehen. Die Sächsin aus Annaberg-Buchholz strahlt wieder. Vergessen die bitteren Tränen von Peking, wo sie 2022 als Topfavoritin im zweiten Lauf stürzte. „Ich habe viel geweint heute, vor Glück. Der Sturz damals hat mich viele Jahre begleitet, aber er hat mich stärker gemacht. Wenn man immer nur gewinnt, lernt man nichts dazu“, meinte die 29-Jährige. Diese Botschaft gab Taubitz auch an ihre 22 Jahre alte Oberhofer Trainingskollegin Merle Fräbel weiter, die nach ihrem folgenschweren Patzer die sicher geglaubte Medaille verlor und nach vielen Tränen erst mit einem gewissen Abstand gegen Mitternacht wieder lächeln konnte. Sie sehe sich nach den eigenen Negativ-Erfahrungen nun mit Gold gekrönt „als Vorbild“, sagte Taubitz. Auch bei Fräbel, „der die Rodel-Zukunft gehört“, könne sie sich eine Rolle als Mentorin vorstellen. Doch lange wollte sie sich mit dem Rückblick auf das Erlebte nicht mehr aufhalten. „Ich habe richtig Durst ...