Ausgabe vom 28.02.2026 Seite 22

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Schmieden wie vor fast 100 Jahren Anton Knüver führt Mitglieder der Geschichtswerkstatt Mesum durch alte Familienschmiede RHEINE-MESUM. Die Zeit scheint in der alten Schmiede Knüver stehen geblieben zu sein. Alles atmet hier den Geist einer längst vergangenen Epoche und es könnte sich, samt einiger älterer Maschinen zum Bohren und Schweißen, auf den ersten Blick um eine Museumswerkstatt handeln. Es scheint, als hätte sie der alte Schmied für einen Augenblick verlassen und kehre gleich zur Arbeit zurück. An der Giebelwand beherrscht, vom jahrelangen Qualm rußgeschwärzt, die alte Esse mit dem mächtigen Rauchfang. Darüber, an der Querwand, das Bild der Werkstatt, die vor 100 Jahren gebaut und seither kaum verändert wurde. Auf den beiden Feuerstellen der Esse liegt noch Kohle und das Gebläse läuft auf Knopfdruck. Es fehlt nur noch der Zündfunke und die Schmiedearbeit kann beginnen. Dazu hängen an den Wänden in geordneter Reihung unzählige schmiedeeiserne Werkzeuge, die für den täglichen Gebrauch einst selbst hergestellt wurden. Da ist die lange Reihe von Schmiede-, Haken-, Hufbeschlags- und Flachzangen mit auffallend langen Griffen. Die waren notwendig, denn das damit gehaltene Eisen war zumeist glühend heiß. ...