Ausgabe vom 04.03.2026 Seite 20

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790 Mützen – und kein Ende in Sicht Hildegard Reichel strickt für Kinder in Südafrika / „So lange meine Hände mitmachen, mache ich weiter“ RHEINE. Seit mehr als einem Jahrzehnt beweist Hildegard Reichel, dass Nächstenliebe kein Alter kennt. Bereits seit 2015 strickt die Rentnerin aus Rheine mit viel Geduld und Hingabe kleine, bunte Mützen für Kinder in Südafrika – Masche für Masche, mit Herz und Ausdauer. Was einst als kleine Idee begann, ist längst zu einem beeindruckenden Lebenswerk geworden. Besonders bemerkenswert: Seit 2022 führt Reichel sorgfältig Buch über jede einzelne Mütze. Ihr aktueller Stand: 790 selbst gestrickte Mützen. Jede davon ist ein Unikat – mal leuchtend bunt, mal klassisch gestreift, oft mit kleinen, liebevollen Details versehen. „Ich freue mich bei jeder fertigen Mütze“, erzählt die fast erblindete Rheinenserin lächelnd. „Und wenn ich mir vorstelle, dass sie ein Kind warmhält, weiß ich, warum ich es mache.“ 2015 lernte Hildegard Reichel Magdalene Wolters kennen, die regelmäßig Pakete mit Hygienemitteln, Schulmaterialien, Kerzen, Nachtwäsche und vielen anderen benötigten Dingen an ein Aids-Hospiz und Aids-Waisenhaus in Südafrika schickt. ...