Ausgabe vom 23.03.2026 Seite 16

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Weitwinkelblick auf unsere Gesellschaft Comedian Nikita Miller vor ausverkaufter Stadthalle RHEINE. Der Stargast des Abends kam gerade von einem Auftritt in der Großstadt Köln. Aber von seinem Empfang in der Rheiner Stadthalle am Freitagabend war Nikita Miller dann doch überrascht. Donnernder Applaus begrüßte ihn auf der Bühne. Dabei hatte er noch gar nicht angefangen. Der Abend zeigte, dass der deutsch-russische Comedian auf eine große Fangemeinde in der Emsstadt zählen kann. Kein Platz war frei geblieben. Die oft biografischen Geschichten, jeder Gag, jede Zote, jede Lebensweisheit erzeugte Vergnügen im Saal. Offenbar erkannten sich manche seiner Fans in seinem Programm wieder. „Schuld und Bühne“ hieß das wenig aussagekräftige Thema, das es aber in sich hatte. Im Grunde ging es Nikita Miller dabei um die Frage, wie man eine anstrengende Kindheit in Kasachstan und eine verstörende Jugend in einer schwäbischen Kleinstadt verarbeiten kann, ohne durchzudrehen. Nikita Miller hat in einem Interview vor kurzem erzählt, was ihn auch heute immer noch bewegt, obwohl er schon als Kind nach Deutschland kam: „In der Sowjetunion waren wir die Deutschen, in Deutschland sind wir die Russen.“ Diese Worte seiner Großmutter haben ...