Ausgabe vom 26.03.2026 Seite 4

Suchbegriffe 26.03.2026    4


Für jeden Demonstranten 40 Polizisten Atommüll-Transport nach Ahaus Ahaus. Es ist 2 Uhr morgens, der Castor rollt von der Schöppinger Straße auf das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus (BZA) zu. Zwei oder drei Trillerpfeifen flöten, zwei Demonstrantinnen trommeln auf einer Metalltonne, eine Atomkraftgegnerin ruft etwas von „Atomstaat“ und „Polizeistaat“. Der Protest ist müde. Die Zahl der Journalistinnen und Journalisten auf der anderen Seite der Absperrgitter ist etwa so groß wie die der Protestierenden: rund 30. In Jülich war die Schar der Hartnäckigen ähnlich groß – macht bei 2400 Polizeibeamten, die in der Nacht zum Mittwoch im Einsatz gewesen sind, 40 Polizisten auf einen protestierenden Atomkraftgegner. Entsprechend problemlos ist der Einsatz. Die ersten 1900 hochradioaktiven Brennelement-Kugeln aus Jülich sind im Zwischenlager angekommen – verpackt in einem Castor. Die Zugmaschine ist gerade auf das Gelände des BZA gefahren, da zieht Polizei-Pressesprecher Jan Schabacker schon ein „positives Fazit“. Mit viereinhalb Stunden hatte die Polizei gerechnet, eine halbe Stunde früher war das Projekt bereits beendet. Das Einsatzkonzept sei aufgegangen, während der Fahrt habe es keinerlei ...