Ausgabe vom 26.03.2026 Seite 20

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Heinz Schultes letzter Rundgang Aufgewachsen im Metropol-Theater zwischen Bohnerwachs und Wolllappen RHEINE. „Kurz vor dem Abriss, als das große Loch in der Fassade zu sehen war, da bin ich noch einmal rein“, erinnert sich Heinz Schulte noch genau an den Abriss des Metropol-Theaters am Ring. Warum ging er noch einmal hinein? „Ich weiß nicht warum, ich dachte nur: Heute kannst du es noch, morgen nicht mehr“. Der Tag des Abrisses bleibt ihm bis heute in Erinnerung. Nicht nur, weil Rheine, sagt Schulte, einen „einzigartigen Teil der Stadt“ verlor. Mit dem Abriss schloss sich für den in der Stadtkultur bestens bekannten Kinoliebhaber auch ein Kapitel seines Lebens. Im Metropol-Theater ist er aufgewachsen, seine Eltern haben über 20 Jahre dort gearbeitet, Schulte selbst packte mit an. Dann die Kinobesuche mit den Freunden und schließlich die erste Jugendliebe, mit der Schulte regelmäßig ins Kino ging. Vielleicht waren es all diese Erinnerungen, die ihn kurz vor dem Abriss noch einmal dazu bewegten, das Metropol ein letztes Mal zu betreten. Das Gebäude sei immer einzigartig gewesen, beteuert Schulte noch heute. „Es war eine Kombination aus Theaterbühne mit Orchestergraben und der großen Kinoleinwand“. Seine erste ...