Ausgabe vom 27.03.2026 Seite 5

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Störfeuer aus Bayern LeitartikelDie Reformagenda und die Union SPD-Chef Lars Klingbeil hat im Reformmatch zwischen den Koalitionspartnern die ersten Torchancen aufgelegt. Jetzt ist Friedrich Merz im Ballbesitz: Der Kanzler muss erstens weitere Räume schaffen und zweitens die von Klingbeil aufgelegten Bälle auch verwerten. „Ich schließe nichts aus“, so Merz im Bundestag. Das ist zumindest schon mal der Anfang für ein erfolgreiches Aufbauspiel. Dass es unter den Koalitionspartnern jetzt Reibereien geben wird, etwa beim Thema moderater Steuererhöhungen, bei der Abschaffung des Ehegattensplittings oder bei notwendigen Leistungskürzungen, liegt auf der Hand. Doch der Reformdruck ist nun mal immens. Jeder muss sich jetzt bewegen. Denn inzwischen wird man auch in Hintertupfingen gemerkt haben, dass sich das Land trotz gigantischer Schulden in einer ebenso gigantischen Haushaltskrise befindet; dass die sozialen Sicherungssysteme bei Gesundheit und Rente nicht mehr so funktionieren, wie sie sollten – und dass es dringend strukturelle Veränderungen und Maßnahmen braucht, die helfen, wirtschaftliches Wachstum zu generieren. Nach Klingbeil ist jetzt also Merz am Zuge. Was will der Kanzler? Um Antwort wird gebeten. Und wie will er aus seinen ...