Ausgabe vom 27.03.2026 Seite 16

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Horst rettet Deutschland Hape Kerkeling erweckt für neuen Kinofilm seine alte Schlämmer-Figur wieder zum Leben -dpa- RHEINE. Es gibt eine wirklich irreale Szene in Hape Kerkelings neuem Kinofilm. Horst Schlämmer thront in voller Pracht mit seinem beigen Trenchcoat, Herrenhandtäschchen, Überbiss und Schnappatmung auf einem zu kleinen Stuhl, und ihm gegenüber sitzt niemand anderer als Kardinal Rainer Maria Woelki und lacht sich kaputt. Eben jener Kirchenfürst, der sich seit Jahren in seinem Erzbischöflichen Haus verkapselt und von der Außenwelt abschottet. Ausgerechnet Horst Schlämmer hat ihn aus seiner Isolation erlöst. Er wirkt richtig befreit. Wie ein Wiedergänger aus einer längst überwunden geglaubten Zeit ist der stellvertretende Chefredakteur des „Grevenbroicher Tagblatts“ in die Gegenwart zurückgekehrt, und das gleich abendfüllend mit dem Kinofilm „Horst Schlämmer sucht das Glück“. Das ist angelehnt an die italienische Zeichentrickserie „Herr Rossi sucht das Glück“ von 1976. Schlämmer-Schöpfer Hape Kerkeling, Jahrgang 1964, hat sich das damals in seiner Recklinghäuser Heimat natürlich im Fernsehen angeschaut. Es war eine lustige Serie, aber mit einem schon für Kinder ...