Ausgabe vom 27.03.2026 Seite 22

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Klage nach Antisemitismus auf documenta kassel Im Antisemitismusskandal der documenta fifteen fordert eine jüdische Klägerin 1500 Euro Schmerzensgeld wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten von der documenta gGmbH. Eine Güteverhandlung vor dem Amtsgericht Kassel am Mittwoch blieb ohne Ergebnis. Die 77-Jährige aus Laatzen hatte sich dabei zum Vergleich bereit erklärt – mit der Bedingung, dass die Gesellschaft ihr Bedauern gegenüber ihr und dem jüdischen Volk ausdrücke und den symbolischen Betrag von 250 Euro an eine jüdische Gemeinde zahle. Die documenta gGmbH lehnte das ab. Seine Entscheidung will das Gericht nun am 15. April verkünden. Anlass war das 2022 auf der Weltkunstausstellung gezeigte Werk „People’s Justice“ des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi. Die großflächige Banner-Installation wurde kurz nach Beginn wegen antisemitischer Bildsprache verhüllt und später abgehängt. Scharfsinniger Feingeist Alexander Kluge tot münchen Als feinsinniger Erzähler hat Alexander Kluge die deutsche Kulturlandschaft geprägt. Mit Filmen, Büchern und TV-Formaten lieferte der Regisseur, Autor, Philosoph und promovierte Jurist jahrzehntelang Denkanstöße, galt als einer der vielseitigsten ...