Ausgabe vom 02.04.2026 Seite 18
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Eine begehbare Wundertüte Bauhaus im Münsterland: Das Museum Heinrich Neuy in Steinfurt-Borghorst ist (noch) ein Geheimtipp STEINFURT-BORGHORST. Wer Bauhaus erleben möchte, denkt meist an Dessau, Weimar oder Berlin. Doch ein lohnendes Ziel liegt überraschend nah â im Steinfurter Ortsteil Borghorst. Dort verbirgt sich in einem barocken Gebäude ein Museum, das Kunst, Design und Geschichte auf besondere Weise verbindet: das Heinrich-Neuy-Bauhaus-Museum. Schon das Gebäude selbst erzählt eine Geschichte. Das ehemalige Stiftskurienhaus aus dem Jahr 1668, einst Wohnsitz der Stiftsdame Margareta Cornelia von Merveldt, wurde ab 2007 aufwendig restauriert und behutsam erweitert. Ein moderner, gläserner Anbau öffnet das historische Gemäuer zum Garten hin â ein architektonischer Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dass das Museum heute hier beheimatet ist, war zunächst nicht selbstverständlich. Hedwig Seegers, Tochter des Bauhauskünstlers Heinrich Neuy, hätte sich für das Lebenswerk ihres Vaters lieber ein originales Bauhaus-Gebäude gewünscht. Doch inzwischen ist die anfängliche Skepsis einer Ãberzeugung gewichen: Gerade der ungewöhnliche Ort macht den besonderen Reiz dieses Museums aus. Im Zentrum der ...
