Ausgabe vom 11.04.2026 Seite 40

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Zwei rechts, zwei links Mit Stricknadel und Wollknäuel ins Kino Über neue Strickmuster plaudern und dann beim Film gemeinsam ran an die Maschen: Strickkinos sind beliebt und vielerorts im Angebot. Was macht den Reiz aus − und verliert man da nicht den Faden? Yuriko Wahl-Immel Auf der Kinoleinwand kochen die Emotionen hoch, unten im Saal klappern leise die Stricknadeln. Sämtliche 260 Plätze sind belegt. Frauen allen Alters sind gekommen, dazwischen eine Handvoll Männer. Kleine Leselampen leuchten auf, auch die eine oder andere Stirnlampe. Während Hugh Jackman für Drama und Herzschmerz in „The Greatest Showman“ sorgt, lassen Hunderte flinke Hände Socken, Schals oder Pullover anwachsen – Masche für Masche, Reihe für Reihe. Strickkinos wie in Köln sind beliebt und unter Namen wie „Maschenkino“ oder „Kino und Knäuel“ inzwischen in vielen Städten bundesweit im Angebot – etwa in Aachen, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Jena, Koblenz, Münster, Oldenburg und Rostock. Bevor der Film startet, wird im Residenz-Kino erst mal munter geplaudert. Es geht um Strickmuster, neue Techniken, weitere anstehende Strickevents. Herma (59) aus Krefeld ist begeistert: „Ich stricke gerne in Gesellschaft und bekomme ...