Ausgabe vom 02.06.2026 Seite 7

Suchbegriffe 02.06.2026    7


Es kriselt in der Glasfaser-Branche Wenige Kunden, hohe Kosten – was, wenn die Millionen Verträge gar nicht kommen? Essen. Es ist fast schon ein Paradox: Der Glasfaser-Ausbau kommt so gut voran wie noch nie in Deutschland, die Kabel für das schnelle und stabile Internet sollen am Jahresende bei 32 Millionen Haushalten und Betrieben liegen, wie aus einer Studie des Branchenverbandes VATM hervorgeht. Binnen eines Jahres wäre das ein Plus von 5,4 Millionen, eine Rekordzahl. Knallen also die Sektkorken in der Branche? Von wegen: Es herrscht Katerstimmung. Das liegt an hohen Baukosten, gestiegenen Zinsen und an geringen Einnahmen. Obwohl die Kabel vor der Haustür liegen, unterschreibt nur etwa jeder vierte Haushalt einen Glasfaser-Vertrag. Der Rest nutzt stattdessen wie gewohnt DSL-Internet über Telefonleitungen oder Fernsehkabel-Internet. Beide Technologien basieren auf Kupfer, sie gelten als mehr oder minder veraltet. Bei der Glasfaser werden keine Daten geleitet, sondern Lichtsignale übermittelt - das ist schneller. Die Lage am Glasfasermarkt sei angespannt, sagt VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer. „Man muss Geld verdienen können, um die hohen Ausbaukosten zurückzuverdienen – das aber ist derzeit verdammt schwer.“ Sascha Brok ...